Typisierungsaktion der HSG Wittlich

HSG Wittlich zeigt Teamgeist für an Leukämie erkrankte Vereinskameradin

Verein ruft am Mittwoch, 23. August, zur Typisierung auf – Benefizspiel der 1. Damenmannschaft der HSG Wittlich (Foto) gegen die “Werkselfen“ vom TSV Bayer 04 Leverkusen – Eintritt frei!

 

Jedes Jahr erkranken etwa 11 000 Menschen an Leukämie – allein in Deutschland. Manchmal ist es ein Freund, ein Kollege oder die Mutter einer Bekannten. Manchmal trifft es aber auch ein junges Mädchen, das eigentlich viel lieber Handball mit ihren Teamkameradinnen von der HSG Wittlich spielen würde. Ihre Freunde vom Verein wissen: Sie braucht dringend einen passenden Stammzellspender! Deshalb organisieren sie in Zusammenarbeit mit der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erster Stammzellspenderdatei, für Mittwoch, 23. August, 16 bis 20 Uhr die Typisierungsaktion „Teamgeist gegen Leukämie!“ im Eventum Wittlich, Brautweg 5.

Die Diagnose Leukämie stellt das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen auf den Kopf: Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die einzige Möglichkeit. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich gesunde Spender zur Verfügung stellen. In Spenderdateien – wie der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung – sind derzeit fast 30 Millionen Menschen registriert. Doch noch immer findet nicht jeder Patient den passenden Spender.

Susanne Posnien, Vorstandsmitglied der HSG Wittlich, hält die organisatorischen Fäden in der Hand: „Wir rufen jeden jungen, gesunden Erwachsenen bis 40 Jahre zur kostenlosen Typisierung auf. Außerdem haben die Damen des TSV Bayer-Leverkusen direkt zugesagt, als wir wegen eines Freundschaftsspiels im Anschluss an die Typisierung angefragt haben. Denn wir sammeln auch Spendengelder, um die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke auch finanziell zu unterstützen.“ Die ganze Handballszene der Region und darüber hinaus macht mobil: „Wir suchen einen Menschen, der die gleichen genetischen Merkmale besitzt. Die Suche in den Stammzellspenderdateien weltweit läuft bereits. Aber die Hände in den Schoß legen und warten, das will hier keiner.“ So hat sich ein Helferkreis gebildet, der die Aktion in Wittlich vorbereitet: „Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass einem an Leukämie erkrankten Menschen mit Blutkrebs – wie unserer Teamkameradin – geholfen werden kann.“

Eine Typisierung ist einfach: Sie sind gesund und volljährig? Wenn Sie nicht älter als 40 Jahre sind, können Sie kostenlos typisiert werden. Jugendliche können sich ab 16 Jahren mit dem schriftlichen Einverständnis der Eltern ebenfalls als Stammzellspender registrieren lassen. Allerdings gibt es wichtige Ausschlusskriterien über die man sich im Vorfeld informieren sollte. Dazu gehören bestimmte schwere Erkrankungen und die Zahl der Schwangerschaften. Denn Frauen mit mehr als zwei Schwangerschaften werden nur sehr selten als Stammzellspender ausgewählt. Auch Menschen, die älter als 40 Jahre sind, werden seltener als Stammzellspender ausgewählt. Dazu die Stefan-Morsch-Stiftung: „Da wir Spendengeldern verantwortungsvoll einsetzen müssen, bitten wir diesen Personenkreis, wenn er sich trotzdem typisieren lassen will, um einen Beitrag in Höhe von 40 Euro zu den Typisierungskosten.“

Susanne Posnien hat den Ablauf bislang wie folgt geplant: „Ab 16 Uhr kann man sich typisieren lassen. Gleichzeitig wird Kaffee und Kuchen verkauft. Wir freuen uns über jeden, der in die Halle kommt, um zu helfen und seine Solidarität zu zeigen.“ Sie will schon beim Wittlicher Handball-Cup am 5./6. August, dem größten Damen-Handballturnier Deutschlands für die Typisierung werben. „Kommt einfach alle am 23. August ins Eventum – zeigt Teamgeist gegen Leukämie!“

Weitere Ausschlusskriterien lassen sich auf der Homepage der Stefan Morsch Stiftung nachlesen. Informieren kann man sich auch über die gebührenfreie Hotline 0800-7667724.

Spendenkonto der Stefan-Morsch-Stiftung: Kontoverbindung: Kreissparkasse Birkenfeld, IBAN: DE35 5625 0030 0000 0797 90, BIC: BILADE55XXX Stichwort für Einzahlung: „HSG Wittlich hilft“

 

Wie funktioniert eine Stammzellspende? Um die Stammzellen beim Spender zu entnehmen, gibt es heute zwei Varianten: Bei der klassischen Methode der Knochenmark-Entnahme entnehmen Mediziner etwa 0,8 bis 1,5 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenknochen des Spenders. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. Dieser Botenstoff löst beim Spender im Vorfeld oft grippeähnliche Symptome – wie Kopf- und Gliederschmerzen aus. Diese verschwinden aber mit der Entnahme der Stammzellen. Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei von mehr als 450 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).

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